Wow. Geht das alles wieder schnell. Heute vor einer Woche erleben wir den magischen Moment – als unsere Tochter Emily das Licht der Welt erblickt.

Ja, es war eine Traumgeburt. Nachdem ich euch hier meinen Erfahrungsbericht von der Spannung und vielen faszinierenden Augenblicken gepostet habe, möchte ich euch heute mein Video zeigen, welches Schwangeren hoffentlich ein bisschen die Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt nimmt und eine Menge Vorfreude auf das Wunder Mensch gibt:

Am ersten Tag im Krankenhaus war Bonding angesagt – es ist wunderbar, sein Kind, auf das man so viele Monate gespannt war, endlich sehen zu können.

Während ich jeden Frauenarzt beim Ultraschall leicht verrückt gemacht habe, dass ich noch mehr vom Gesicht erkennen möchte, habe ich die Maus jetzt endlich hier bei mir und könnte sie – wie fast alle frisch gebackenen Mamis – stundenlang nur anschauen.

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Fotografen: Elischeba & Pierre Wilde

Aber wie ist das denn so mit zwei Kids? Es gibt häufiger mal stressige Momente. Wo man sich gerne teilen würde. Es aber nun mal nicht kann. Doch es ist auf keinen Fall 24 Stunden lang nur stressig.

Zwei Kinder gleich lieben? Konnte ich mir vorher nicht vorstellen – nicht mal zu einer Zeit, als die kleine Maus in meinem Bauch herangewachsen ist.

Jetzt ja. Total. In dem Augenblick, als ich Emily das erste Mal in ihre süßen blauen Augen geschaut habe, da habe ich mich total in dieses Baby verliebt.

Passiert das nicht sofort? Auch gar kein Problem – die Liebe zum Kind ist ein Entwicklungsprozess – sie wächst mit gemeinsamen Erfahrungen, vielen magischen Momenten und tollen Augenblicken.

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Fotograf: Mathias Knue – Models: Elischeba & Emily Wilde

Klasse, dass mein Mann Pierre vier Wochen Elternzeit hat. Als Mama kann es dir ganz rasch passieren, dass du dich in der Anfangszeit automatisch mehr ums schutzbedürftigere Kind kümmerst. Auch mir geht das so, dass ich die ersten Tage besonders auf Emily fixiert bin – obwohl ich in Leon genauso vernarrt bin wie vorher.

Pierre hat automatisch das Bedürfnis, sich noch mehr um Leon zu kümmern. Das macht er fantastisch. Der einzige „Haken“ für mich als Mama? Als Leon nachts einen Albtraum hat, da ruft er nicht nach Mama. Nein. Nach Papa! Nur nach Papa!

Na ja. Vielleicht wird Emily ja ein Mamakind. Momentan hat die kleine Maus eher zu mir einen Draht. Wir Frauen halten eben zusammen 🙂

Wichtig ist es, dass man das Erstgeborene von Anfang an mit einbezieht. „Leon, magst du die Kleine mal halten?“ fragen wir zwischendurch. Er schaut sie an und findet sie irgendwie „lustig“ …

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Fotografin: Elischeba Wilde

Was wir ebenfalls festgestellt haben? Dass es ein absolutes No Go ist, Emily mit der größten Selbstverständlichkeit Leons Sachen zu geben. Wir fragen Leon immer wieder: Darf Emily auch in dein Spielzimmer kommen? Können wir sie in dein Bettchen legen? So fühlt Leon sich mit einbezogen und reagiert total positiv.

Vor ein paar Monaten meinte ich zu einer anderen Mama auf dem Spielplatz, dass es mir am liebsten wäre, die schmerzhafte Entbindung und die ersten Wochen mit Schlafmangel einfach zu überspringen.

Dass ich das gesagt habe, das tut mir heute fast schon leid. Denn gerade die Entbindung war so irre schön! Sie war überwältigend und hat deutlich zur Bindung beigetragen.

Und Schlafen können wir nachts ebenfalls – allerdings durch „weniger planen und mehr leben“. Wie wir das handhaben steht hier. Wie wir das in Zukunft packen, wird die Zeit zeigen.

Wir haben von unseren Kindern gelernt, mehr im Augenblick zu leben.

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Fotograf: Hans-Jürgen Stoffels – Model: Elischeba als Baby

Alte Babyfotos von mir zeigen uns, dass Emily sehr stark nach mir kommt. Hab ich mir nach einem kleinen Mini Pierre auch verdient 🙂

Hier oben könnt ihr mal ein Beispiel sehen – das bin ich vor knapp 30ähhhm … na ja …knapp 40 Jahren.

Ein kleines Mädchen mit meinen Genen? Find ich cool. Nur die Geduld, die sollte die Maus bitteschön von seinem Papa geerbt haben.

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Fotografin: Elischeba Wilde

Meine Mutter hat mir vor zwei Tagen Briefe geliehen, welche ich damals an sie geschrieben habe. Hier ein paar Beispiele.

Sie dachte sich, dass diese jetzt, wo ich selbst eine Tochter habe, bestimmt für mich spannend zum Lesen seien. Stimmt!

Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie ich sie häufig mit selbst gebastelten Karten für ihre Kochkünste gelobt habe.

Auf gutes Essen habe ich eben schon immer viel Wert gelegt. Loben wird Emily mich später sicher auch. Aber bestimmt nicht für meine Kochkünste – ich hoffe sie findet irgendwas anderes, ansonsten haue ich einfach Bofrost in die Pfanne und sage „das hat Mama gekocht“ … 🙂

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Fotografin: Elischeba Wilde

So, mal schauen was die nächsten Wochen bringen. Hoffentlich vergehen die nicht ganz so schnell. Denn erfahrene Eltern prophezeien mir, dass der Nachwuchs viel zu schnell groß wird.

Lasst uns jeden Augenblick mit unseren Liebsten genießen – denn ihre Kindheit ist nicht von Dauer.

Beste Grüße von Elischeba

Photo Credits: Alte Babyfotos von Elischeba als Kind: Hans-Jürgen Stoffels