„Schwangere werden vom Körper auch intellektuell runter gefahren, damit sie weniger arbeiten als sonst“, berichtet mir Herr Dr. med. Manfred Krichbaum, als ich ihm sage, dass es mir super geht, ich jedoch die letzten Wochen etwas mehr Schlafbedürfnis als zuvor habe.

Na toll. Den Eindruck, dass mein Hirn durch die Hormonumstellung vermindert arbeitet, habe ich ihm ja direkt zu Beginn bestätigt, da ich versehentlich auf dem Chefsessel an seinem Computer Platz genommen habe, statt gegenüber, wo die Patienten hingehören.

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„Sie können beruhigt nach Lanzarote fliegen„, bestätigt mir der Facharzt für Frauenheilkunde bei der Untersuchung und beim anschließenden Ultraschall. Ich wollte wissen, ob die Gefahr einer Frühgeburt besteht, denn dann würde ich mich lieber in der Nähe eines Krankenhauses aufhalten wollen, als irgendwo ganz weit oben über den Wolken.

Ich erhalte das gleiche positive Feedback wie bei Herrn Dr. med. Johannes Steinhard. Jedes Mal durchflutet mich ein heftiger Gute-Laune-Stoß durch den gesamten Körper, wenn ich erfahre, dass ich nach aktuellem Stand ein kerngesundes und perfekt entwickeltes Baby im Bauch trage.

„Och können Sie bitte noch mal zum Gesicht lenken“, frage ich den Doc beim weiteren Ultraschallverlauf. Wow! Hi, hi, dass unser Kind mal dicke Lippen bekommt, das haben uns schon einige Freunde prophezeit – der Scan bestätigt es.

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„Bitte während der Schwangerschaft keine Diät machen, Frau Wilde, in Ordnung?“ Ich lächele in mich hinein und sage ihm, dass ich noch nie im Leben eine Diät gemacht habe und dass ich liebend gerne leckere Sachen esse. Zum Beispiel gönne ich mir jeden Tag zwei Riegel Zartbitterschokolade aus fairem Handel.

„Das sind die tollen Gene meiner Mutter, ich muss eher aufpassen, dass ich nicht abnehme, als dass ich zunehme“ erkläre ich ihm.

„Hey, schau mal, sieht das Baby dem Pierre nicht verblüffend ähnlich„, frage ich ein wenig euphorisch meine Freundin Sonja, die im Wartezimmer auf mich wartet. „So tolle Ultraschallbilder schon in der 24. Woche“ staunt sie und bestätigt die Ähnlichkeit mit dem Vater.

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„Boa, Elischeba, ich kriege voll die Gänsehaut„, kreischt die zweifache Mutter am Steuer ihres Autos, als ich ihr auf dem Nebensitz detailliert beschreibe, wie gespannt ich auf den Moment bin, wenn ich das Baby direkt nach der Geburt auf den Arm gelegt bekomme und wenn es mich dann das erste Mal anschaut. Ich bin so neugierig darauf, wie es aussieht und welche Charaktereigenschaften es zeigt.

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Dann schaue ich aus dem Fenster auf den Schneeregen und denke lächelnd, dass es dem Baby möglicherweise auch deswegen sehr gut geht, da es letzte Woche indirekt mit in den Genuss der Schwangerenmassage gelangt ist. Detlef Schaar war mit der Kamera dabei, als ich mir im Beauty Hotelchen Nierstein ein paar Verwöhnstunden gegönnt habe:

Bis zum nächsten Mal und alles Gute von

Elischeba