Zugegeben, wenn ich nach meinem Urlaub den anderen Mamas in der Krabbelgruppe berichte, dass unser Leon mit acht Monaten bereits in den Genuss von Tintenfisch und Pommes gelangt ist, dann werde ich wohl mit erstaunten Blicken rechnen.

Momentan befinden wir uns noch an der Atlantikküste Teneriffas und genießen das leckere Essen im Bahia Principe Costa Adeje. Kann man seinem Baby denn einfach so etwas vom Buffet geben? Man hat doch nicht mal eine Zutatenliste. Würde man nach Details fragen, gäbe es häufig – auch hier – ein Sprachproblem.

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Ich persönlich nehme die Tipps von Hebammen, Kinderärzten und anderen Müttern dankbar entgegen als wertvolle Orientierung. Doch in erster Linie gehe ich nach meinem Mutterinstinkt. Zum Beispiel hat mir meine Hebamme nach der Geburt einen vierstündigen Stillrhythmus empfohlen.

Da ich selbst ziemlich aggressiv werden kann, wenn ich hungrig bin, wollte ich meinem Baby gern die Nahrung so geben, wie Leon sie braucht. Ich dachte mir, dass man mit Muttermilch bestimmt nicht überfüttern kann. Deswegen habe ich nach Bedarf gestillt.

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Leon ist vor zwei Tagen neun Monate alt geworden. Er wird morgens und abends für tolle Abwehrkräfte noch gestillt und trinkt und isst ansonsten häufig die gleichen Nahrungsmittel wie wir. Manchmal zerdrücken wir ihm etwas Gemüse mit Kartoffeln und Fisch oder Fleisch und reichen ihm den Löffel hin.

Wesentlich lieber hat es unser Wonneproppen jedoch, wenn er selbst zulangen darf. Matschen macht allen Babys Spaß und beim Essen ein wenig zu spielen, bringt noch mehr Gefühl dafür, die Lebensmittel kennen zu lernen.

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Wenn ich mich hier im Hotel umsehe, dann stelle ich fest, dass die lieben Kleinen alle gern Brötchen essen. Auch unser Leon hat eine Menge Freude daran, Teigwaren in seine Hände zu nehmen, zu erkunden und komplett aufzuessen.

Wir geben Leon regelmäßig etwas von unseren Tellern in die Hand oder legen es so auf den Tisch, dass er die Speisen gut fassen kann. Außer Salat, sehr scharfen und zuckerhaltigen Lebensmitteln bekommt unser kleiner Schatz fast alle Nahrungsmittel zum Kennenlernen und Genießen.

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Ich kenne viele Mamis, die ihren Babys Nahrung aus dem Gläschen geben. Sicherlich gedeihen deren Kinder genauso wie Leon prächtig. Doch ich persönlich habe bei frischer Kost ein besseres Gefühl. Leckerer, aromatischer und meiner Meinung nach auch gesünder.

Eine Mutter aus meiner Krabbelgruppe hat mir erzählt, dass ihre Kids mit drei, vier Jahren noch Gläschen bevorzugen, da sie nicht gerne kauen. Jedes Kind ist anders. Ich freue mich darüber, dass Leon sehr gerne kaut und an Stelle von Brei immer häufiger protestierend zu Mamas Teller greift.

Wann ist Stopp? Da vertraue ich auch Leons und meinem Bauchgefühl. Zum Beispiel geht nach einem Brötchen und ein bisschen Gemüse der Mund einfach nicht mehr auf und Leon hat mehr Bock zum Spielen als zum Essen. Dann ist unser Schatz eben satt.

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Ein absolutes Tabu für Babys ist Bienenhonig. Es handelt sich dabei um ein rohes und tierisches Lebensmittel. Honig kann mit Trichinen, Kolibakterien oder Salmonellen belastet sein und bei einem Säugling zu schweren Vergiftungen führen.

Am Mittwoch endet leider unser wunderschöner Familienurlaub. Bis dahin genießen wir noch das frühlingshafte Wetter, die Zeit zu dritt und die raue und reizvolle Atlantikküste.

Sonnige Grüße von Elischeba