Ein Kumpel meiner vierjährigen Tochter spielt gern mit Puppen. Ein anderer Junge weint schnell und viel.

Manche Eltern unterdrücken „weibliches“ Verhalten bei ihren Söhnen.

Hilft das dabei, sie zu selbstbewussten Erwachsenen zu erziehen? Zu richtigen Männern?

Ich habe dazu kürzlich das Ergebnis einer Studie gelesen. Laut dem Artikel weinen Jungen und Mädchen bis zum Alter von fünf Jahren gleich viel.

Doch dann ändert sich das. Aus folgendem Grund: Jungen lernen ihre Gefühle nicht zu zeigen. Eltern reagieren bei Tränen von Jungs zumindest unbewusst anders als wenn Mädchen weinen.

Model und Mama Reisen mit Kindern

Einmal habe ich einen Vater im Supermarkt beobachtet, der seinen Sohn abfällig „du Mädchen“ genannt hat. Sein fünfjähriger Sohn war am weinen. Innerlich habe ich gekotzt und wäre am liebsten dazwischengegangen.

Ich finde es wichtig, dass Jungs lernen, dass Gefühle normal sind. Dass man sie zulassen darf.

Für mich ist das Teil einer freien Entwicklung. Deswegen tröste ich meine Kinder gleichviel wenn sie auf der Straße hinfliegen und sich wehtun.

„Weibliche“ Züge dürfen nicht als falsch dargestellt werden. Wieso soll ein Junge nicht mit Puppen spielen? Väter kümmern sich auch um Babys. Die besten Köche sind Männer.

hohes Gras von oben

Jungen brauchen außerdem männliche Vorbilder. Darum ist der Vater eine enorm wichtige Person für seinen Sohn.

Einige Väter planen Tage ein, wo sie mit ihrem Sohn alleine einen Ausflug machen. Toll sind gemeinsame Hobbys. Das fördert die Verbindung und ungezwungene Gespräche.

Jungs reden zu Hause meist weniger als ihre Schwestern. Auf die Frage wie es in der Schule war bekommst du als Mama selten mehr als drei Wörter raus.

Papa-Sohn-Tage

Bei gemeinsamen Aktivitäten kommt das Reden häufig spontan – wenn man es nicht plant. Ohne Druck. Und das stärkt den Zusammenhalt.

Manchmal erzählen Jungs ihren Vätern mehr – oder andere Dinge. Männergespräche eben.

Mütter, die sich von ihrem Partner getrennt haben, können versuchen daran zu denken – auch wenn sie im Streit auseinandergegangen sind.

Weil Jungs männliche Vorbilder benötigen, finde ich es toll, wenn es in Kindergärten auch männliche Erzieher gibt. Und Männer, die Lehrer werden.

Mission Bäuerchen

Das Selbstbewusstsein unserer Söhne können wir stärken, indem wir sie mit einbeziehen. Während ich koche liest Leon Emily häufig Geschichten vor und ist mir dadurch eine große Hilfe.

Generell ist es gut zu lernen sich um andere zu kümmern – das kann auch ein Haustier sein.

Wir haben zu Hause keine klassischen Rollenbilder. Mein Mann und ich sind beide berufstätig.

Am Wochenende kocht mein Mann. Unsere Kinder wissen, dass es besser schmeckt, wenn Papa am Herd steht.

familyblogger

Außerdem finde ich es toll, wenn Jungs im Kindergarten und der Schule auch Freundschaften zu Mädchen haben.

Jungen müssen sich austoben dürfen. Fußballvereine helfen dabei. Die fördern auch den Teamgeist.

Freundschaften zu Gleichaltrigen können wir fördern. Wenn Leon sich verabreden möchte unterstütze ich ihn dabei. Lieben heißt loslassen – ich habe weniger Zeit mit ihm. Manchmal finde ich das schade. Aber so ist es wenn Kids älter werden.

Trotzdem ist das Gefühl wichtig, dass wir als Eltern immer da sind wenn unsere Kinder uns brauchen.

Mama spielen Kind

Und dazu gehört, dass ein Junge so sein darf wie er ist. Inklusive dem Zeigen der Gefühle.

Was denkst du darüber? Fühlt es sich anders an, einen Jungen zu erziehen? Findest du, dass man Jungs heute anders erzieht als früher?

Ich freue mich auf dein Feedback.

Liebe Grüße von Elischeba

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