An Häusern und Fenstern leuchten Lichter. Draußen wird es gemütlicher. Doch viele Eltern fühlen sich gestresst.

Die Vorweihnachtszeit bringt mehr Arbeit im Büro und beim Geschenke kaufen darf niemand vergessen werden.

Dazu kommen Husten und Schnupfen – das Immunsystem ist geschwächt und Mamas müssen auch mit grippalem Infekt funktionieren.

Heute habe ich fünf Tipps für deinen Alltag.

  • Vergleiche dich nicht mit anderen.

Andere Mamas können besser kochen, backen und basteln? Andere Mütter meckern nie? Deren Kinderzimmer ist aufgeräumt während ihr bei euch zu Hause über Autos und Dinosaurier stolpert?

Schau genauer hin. Niemand ist perfekt. Als ich eine Mutter kürzlich dafür gelobt habe, wie toll sie basteln kann, meinte sie zu mir, dass sie dafür in der Küche zwei linke Hände hat. Bei der jungen Frau mit der perfekten Wohnung wird der Mann zum Putzen eingespannt. Von einer anderen habe ich erfahren, dass sie im Haushalt eine Hilfe hat.

Chaos im Zimmer
Fotograf: Pierre Wilde

Also lass dich vom ersten Schein nicht fertig machen. Und glaube nicht, dass alle Kinderzimmer so aussehen wie bei den Instagram Mamis. Deine Kinder lieben dich so wie du bist. Und Eltern zu sein ist kein Wettkampf.

  • Sei wie du bist und stehe dazu.

Ratgeber können eine Hilfe sein. Vor allem bei gezielten Fragen zur Erziehung.

Aber da gibt es auch ein anderes Problem: Nicht jeder Tipp passt zu dir. Einige Mütter fühlen sich von der Menge an Literatur überfordert.

Regeln zum Thema Tragetuch, Stillen, Schlafenszeiten, Lob, Strafe und Familienbett ändern sich. Beim Thema Impfen drohen sich Mütter in Foren gegenseitig mit dem Jugendamt.

Die Veganer streiten sich mit Eltern, die Produkte aus Massentierhaltung auf dem Tisch servieren.

Letterboard
Fotograf: Pierre Wilde

Deinen Weg zu finden muss nicht heißen, dass du dich auf einen Erziehungsstil festlegst. Höre auf dein Bauchgefühl.

Solange du deine Kinder nicht schlägst, verhungern lässt oder demütigst kannst du kaum was falsch machen. Und wenn du abends zu platt zum Kochen bist und die Tiefkühlpizza auftaust, auch dann werden deine Liebsten dadurch nicht zu Idioten.

  • Weg mit dem schlechten Gewissen.

Kürzlich hat mir eine Mutter verraten, dass sie sich schlecht fühlt, weil sie ihr Kind zur offenen Ganztagsschule angemeldet hat.

Ich habe sie gefragt wie es ihrem Sohn dort gefällt. „Ach, unheimlich gut. Das Programm mit den anderen Kindern ist sein Ding.“

Dann habe ich sie gefragt wo denn dann das Problem ist.

„Die anderen Mütter“ hat sie mir geantwortet. Sie denkt immer, dass die Mütter, die ihre Kinder mittags holen, die besseren sind.

Daraufhin habe ich sie gefragt, wie ihr Sohn reagiert, wenn sie ihn abholt.

„Er jammert, weil ich so früh an der Tür stehe. Er wäre gerade so toll am Kickertisch am spielen.“

„Dann hör auf ein schlechtes Gewissen zu haben, weil man das so macht,“ habe ich ihr geantwortet.

Mami und Sohn Blog
Fotografen: Elischeba und Pierre Wilde

Ob mittags holen oder gegen 16 Uhr – dein Kind kann bei beiden Varianten eine schöne Kindheit erleben. Ihr fühlt euch wohl dabei so wie es aktuell ist? Dann rechtfertige dich nicht. Und hau dein schlechtes Gewissen in den Mülleimer.

  • Nimm dir Zeit für dich.

Mütter, die ihre Selbstfürsorge beibehalten, erziehen meist entspannter. Vor deiner Zeit als Mama warst du mit einer Freundin zum Kegeln, Joggen oder Shoppen unterwegs?

Meist finden sich nach der Stillzeit Wege das weiterzumachen. Wer keine Oma in der Nähe hat, kann sich mit anderen Eltern mit dem Aufpassen abwechseln.

Das Jugendamt vermittelt ebenfalls Babysitter. Und wieso die Betreuung im Kindergarten nicht auch mal für sich selbst nutzen?

Ich habe festgestellt, dass ich zu meinen Kindern netter bin, wenn ich auch an meine Bedürfnisse denke. Deswegen habe ich in der Stillzeit nicht nur mein Baby gefüttert, sondern darauf geachtet, dass ich selbst auch regelmäßig esse.

Yoga in Nierstein
Fotograf: André Plath
  • Eine gute Mutter muss nicht perfekt sein.

Wenn wir unser Baby das erste Mal im Arm haben wollen wir ihm den Himmel auf Erden bieten.

Und sind enttäuscht, wenn wir an unsere Grenzen kommen. Habe den Mut, das ein oder andere nicht perfekt zu machen. Schau dir mal unseren Garten an. Wir haben es aufgegeben, ihn vorzeigbar zu halten.

Kinder spielen
Fotografin: Elischeba Wilde (Foto aus dem Jahr 2015)

Unsere Wohnung sieht so aus wie eine Wohnung eben aussieht wenn Kinder drin hausen. Bei einem Wettbewerb fürs schönste Zimmer brauchen wir nicht Schlange stehen.

Und wenn dein Fenster das letzte in der Straße ist, das noch nicht geschmückt ist, dann entspann dich. 😉

Wie schafft ihr es Stress abzubauen?

Ich freue mich auf euer Feedback.

Bis bald und liebe Grüße von Elischeba

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