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Ein Kind ist keins? Sehe ich anders. Wieso? Wenn ich meine dreijährige Tochter alleine hier habe, „muss“ ich mich in Peppa verwandeln oder Bücher vorlesen.

Sind beide Kinder zu Hause, dann bauen, malen, basteln und turnen sie zusammen. Und ich kann nebenbei etwas schaffen. Denn jede Mama muss die Spülmaschine ausräumen, Wäsche machen oder die Betten frisch beziehen.

Gibt es bei uns gar keinen Steit? Selbstverständlich kommt es zu folgenden Szenen:

Jeder hatte „das blaue Auto zuerst“ und dann ist es egal, dass die Kiste mit gelben Wagen überladen ist. Beide möchten das blaue Auto.

Oder das kleinere Kind haut das aufwendig gebaute Spielhaus vom großen Bruder kaputt.

Wisst ihr, was ich festgestellt habe? Wenn ich NICHT dazwischen gehe, dann erledigt sich die Differenz rasch von alleine. Meistens zumindest.

Geschwister Tipps
Fotografin: Elischeba Wilde

Der positive Nebeneffekt: Kinder lernen im Streit soziale Fähigkeiten. Nicht nur Nachgeben ist wichtig. Manchmal muss man sich im Leben durchsetzen. Und seine Meinung vertreten.

Geschwister ersetzen keine Freunde. Deswegen kann man keine Freundschaft erzwingen. Nach Emilys Geburt habe ich darauf geachtet, dass Leon weiterhin seine Kumpels trifft.

Aber trotzdem kannst du dazu beitragen, dass deine Kinder ein gutes Team werden.

Schenke beiden Kindern gleichviel Liebe.

Eins ist pflegeleicht und das andere steckt mitten in der Trotzphase? Gerade dann ist es wichtig, dass beide Kinder sich als wertvoller Teil der Familie sehen.

Einige Eltern planen mit jedem Kind Exklusivzeit ein. Freunde von uns wechseln sich mit Ausflügen ab. Mal macht Papa was mit dem großen und Mama mit dem kleinen Kind und beim nächsten Mal andersherum.

Dadurch entwickeln sich oft wunderbare Gespräche und man kommt sich näher.

Märchenwelt im Sauerland
Fotograf: Pierre Wilde

Plane Ausflüge und Rituale als Familie.

Eine gemeinsame Unternehmung muss nicht teuer sein.

Sonntag zusammen in den Wildpark, auf den Spielplatz gehen, im Wald Blätter sammeln oder ein ausgiebiges Frühstück genießen.

Tiere füttern im Wildpark
Fotograf: Pierre Wilde

Auf Instagram ist der Hashtag „qualitytime“ beliebt. Anstatt den Kids den ganzen Tag nebenbei zuzuhören, ist es schöner, Zeit einzuplanen, die nur der Familie gehört.

Auch wenn es mich Überwindung kostet – mein Handy schalte ich dann (meistens) aus. Habe ich es neben mir liegen, bin ich dauernd abgelenkt. Bei jedem Pips muss ich nämlich sofort schauen wer mir einen Nachricht geschickt hat.

Family Blogger
Fotografin: Elischeba Wilde

Der Vorteil von gemeinsamen Unternehmungen: Sie stärken nicht nur euer Gefühl zusammenzugehören. Auch die Beziehung deiner Kinder untereinander wird gefestigt.

Brettspiele verbinden eine Familie und sorgen für Lacher.

Lobe deine Kinder.

Wir freuen uns darüber, dass Emily und Leon sich super verstehen. Lob kommt detailliert am besten an. Wenn wir beschreiben was wir toll finden:

„Super, wie du deiner kleinen Schwester hilfst.“ Oder: „Klasse, dass du deinem großen Bruder sein Rennauto zurückgibst.“

Kinder, die sich geliebt fühlen, können Liebe weitergeben.

hohes Gras von oben
Fotograf: Pierre Wilde

Eine Entschuldigung muss von Herzen kommen.

Von einigen Eltern unter euch bekomme ich jetzt sicher einen auf den Deckel. Aber Emily muss sich nicht entschuldigen wenn sie nicht will. Richtig gelesen.

Oft warte ich ab und dann kommt das „Sorry“ später wenn ich nicht daneben stehe. Die Maus mag es nämlich nicht, etwas zu sagen, weil sie es jetzt auf der Stelle muss. Kann ich verstehen. Hat sie von mir. 😉

Babauba Verlosung
Fotograf: Pierre Wilde

Jedes Kind ist so wie es ist wertvoll und möchte das spüren.

Das Schlimmste was man als Eltern tun kann? Meiner Meinung nach ist das Vergleichen. „Deine Schwester konnte das schon in deinem Alter.“ „Dein Bruder hört besser zu.“

Bist du perfekt? Nein. Ich auch nicht. Dein Kind ist toll so wie es ist. Nicht besser als das andere – sondern anders.

Elischeba und Kids beim Buch gucken
Fotograf: Pierre Wilde

Mische dich so wenig wie möglich ein.

Freies Spielen ist super. Dabei wird häufig automatisch Streit geschlichtet. Einmischen bringt die Gefahr auf „einer Seite zu sein“. Das ist nicht fair wenn man nicht die ganze Zeit dabei ist.

Handeln soll man meiner Meinung nach „nur“ wenn ein Kind dem anderen bewusst weh tut.

Jetzt bist du dran. Hast du weitere Tipps für meine Leser oder mich? Ich freue mich drauf.

Hinterlasse mir auch einen Kommentar wenn du eine andere Meinung hast. Ich freue mich über eine andere Sichtweise und erweitere gern meinen Horizont.

Elischeba

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