Eine begeisterte Leserin hat mir vor ein paar Tagen geschrieben, dass sie überlegt Mamabloggerin zu werden. Meine Tätigkeit hat sie auf die Idee gebracht. Allerdings ist sie hin- und hergerissen.

Da ich bereits seit September 2011 „Mamabloggerin“ bin, möchte ich dir die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Als Optimistin und rheinländische Frohnatur beginne ich mit Argumenten die dafür sprechen.

Vorteile:

  • Wenn du gern schreibst und kreativ bist, dann kannst du dein Hobby zum Beruf machen. Eine Tätigkeit, die dir Spaß macht, ist ein Segen für deine ganze Familie. Wenn es dir gut geht, dann profitieren alle davon.
Bloggen als Beruf
Fotograf: Pierre Wilde
  • Du wirst auf coole Bloggertreffen eingeladen und lernst tolle Menschen kennen. Manchmal entwickeln sich dadurch Freundschaften.
  • Oft darfst du mit deinen Kindern Spielzeug testen bevor es überhaupt auf den Markt kommt.
  • Die Wettervorhersage ist herrlich und du möchtest spontan wegfahren? Du brauchst niemanden fragen, ob du Urlaub nehmen darfst.
Mama mit Kindern im Boot
Fotograf: Pierre Wilde
  • Du bist dein eigener Chef. Gestern musste ich Emily wegen „Magen-Darm“ aus dem Kindergarten holen. Ich brauchte mich mit niemanden absprechen. Schnell meinen Schoko-Tee ausgetrunken und schon ging es los. Als die Maus zu Hause ihren Mittagsschlaf gemacht hat, habe ich weitergearbeitet.
  • Montagsmorgens gehe ich zum Yogakurs. Außerdem fahre ich jeden Donnerstag um circa 11 Uhr zum heimischen Wochenmarkt. Ich finde es herrlich meinen Tag flexibel zu gestalten.
  • Wenn du deinen Computer dabei hast, dann kannst du auch im Urlaub arbeiten. Das hat den Vorteil, dass du länger wegfahren kannst und im Winter unter Palmen Texte tippst.
Elischeba schwanger am Hotelpool auf Lanzarote
Fotograf: André Plath

Nachteile:

  • Dein Privatleben und dein Business vermischen sich. Mir passiert es manchmal, dass ich deswegen schlecht abschalten kann. Viele Mamabloggerinnen planen ihre Wochenendausflüge danach, was spannend für die Leser ist.
  • Du hast keine netten Kollegen am Tisch sitzen, mit denen du quatschen kannst (dafür auch keine nervigen 😉 ). Nicht jedem liegt es, alleine im Büro zu sitzen und sein Ding zu machen.
  • Stillstand ist Rückschritt. Du musst jederzeit am Ball bleiben.
  • Auch wenn du feste Bürozeiten hast und gut verdienst, werden viele Menschen das was du tust nicht als „richtige Arbeit“ ansehen. 
  • Wenn ich zwei Wochen krank bin und nichts tue, bekomme ich auch kein Geld. Ein Risiko für Mütter, die überlegen hauptberuflich zu bloggen.
Elischeba business2
Fotograf: André Plath
  • Du musst ein Gewerbe anmelden und deine Steuererklärung wird komplizierter.
  • Jederzeit musst du dein Impressum überprüfen lassen. Fehler führen im schlimmsten Fall zu sauteuren Abmahnungen.
  • Eine Partnerin im Bereich Kindermode hat mir kürzlich geschrieben, dass sie meinen Blog klasse findet. Aber 2.050 Instagram Abonnenten reichen ihr nicht für eine Kooperation. Es müssen mindestens 10.000 sein.
wie werde ich Blogger
Fotograf: Pierre Wilde
    Wie kriegst du mehr Instagram Follower? Nur schöne Bilder posten reicht (meist) nicht. Du musst auch andere Fotos kommentieren und liken.
    Kürzlich habe ich süße Töchter von wildfremden Mamis auf Instagram gelobt. Und meine Emily, die neben mir saß, vernachlässigt.
    Emilys Lachen im realen Leben nicht wahrgenommen, weil ich das Lachen anderer Kinder kommentieren muss um Traffic zu bekommen. Natürlich war mein Lob aufrichtig. Aber es war auch mein Ziel mein Netzwerk zu erweitern. Irgendwann hab ich mein Smartphone beiseite gelegt und mir gedacht: „Was mache ich hier für`n Sch….?“ und habe mit meiner Tochter gekuschelt.
Mutter und Tochter
Fotografin: Silvia Hettche
  • Deine Kinder erhalten das neuste Spielzeug. Die Wände platzen vor lauter Sachen. Aber sie haben weniger Zeit mit ihrer Mama. 
  • Ich habe niemals eine Garantie dafür, wie mein Business im nächsten Jahr läuft. 

Hat dein Partner ein festes Einkommen und du möchtest für den zusätzlichen Urlaub Mamabloggerin werden? Oder bist du alleinerziehend und musst davon leben? Das sind Punkte, die vorher gut durchdacht werden müssen.

Krankenversicherung und Rentenvorsorge sind ebenfalls Themen eines Bloggers. Bei einer Festanstellung läuft dies dagegen automatisch.

business-elischeba
Fotograf: André Plath

Ich habe zusätzlich noch einen Beautyblog und einen Reiseblog. Außerdem gibt es meinen YouTube Kanal ElischebaTV.

Na, wo nickst du mehr? Bei den Vor- oder Nachteilen? Ja oder Nein? Vielleicht? Schreibe mir doch einen Kommentar – ich bin mächtig gespannt darauf, was du über den Job „Mamablogger“ denkst.

Du möchtest wissen, wie ich mit alldem Geld verdiene? Das schreibe ich dir gern beim nächsten Mal. Hast du weitere Fragen? Schreibe sie mir gern – ich werde zeitnah die Antworten veröffentlichen.

Liebe Grüße von Elischeba