Es kann jetzt jeden Moment passieren. Merkwürdiges Gefühl für eine Frau wie mich, die gerne ein bisschen plant.

Endspurt ist angesagt. Soll ich die Waschmaschine jetzt noch anstellen? Nicht, dass direkt danach die Wehen loslegen.

Gern auch mal ohne Handy unterwegs? Womöglich wäre es langsam mal Zeit dafür, es nun immer dabei zu haben.

Es gibt so Situationen in Filmen, auf die ich echt keine Lust habe. Bei Edeka in der Warteschlange plötzlich einen Blasensprung oder `ne Sturzgeburt auf dem Weg zur KiTa.

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Hätte ich mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden, dann würde die kleine Emily vielleicht in diesem Moment schon in meinem Arm liegen.

Für sie hat es jedoch viele Vorteile, wenn sie noch ein paar Tage länger im Bauch bleibt. In der 38. Schwangerschaftswoche bildet ein durchschnittlich entwickeltes Baby nämlich noch eine Fettschicht, um die Körpertemperatur nach der Entbindung besser regulieren zu können.

Ein bisschen „Speck“ kann sie bei den momentanen Temperaturen sicher auch gut gebrauchen. Ihre Organe sind allerdings komplett entwickelt – von daher wäre es auch kein Problem für die kleine Maus, wenn sie sich zeitnah – vielleicht ja sogar heute noch – auf den Weg macht.

Wie es mir jetzt im zehnten Monat geht? Ich fühle mich ziemlich energiegeladen und habe eine Menge Tatendrang.

Ratgeber empfehlen Mamis jetzt auch ein bisschen Ruhe – aber danach ist mir gerade nicht so. Ein wenig Bewegung kann außerdem auch einer Spätgeburt vorbeugen. Immerhin neige ich dazu – bei Leon mussten die Wehen eine Woche nach dem Entbindungstermin mit Tabletten eingeleitet werden.

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Mein Mann Pierre hat gerade einen grippalen Infekt und wird wie ein Aussätziger behandelt 🙂

Immer ein paar Meter Abstand halten, bitte – für die Entbindung kann ich Gliederschmerzen und Schlappgefühl nun mal nicht gebrauchen. Na ja, Essen kriegt er trotzdem gebracht und heißen Tee auch – aber bloß nicht zu nahe kommen.

Sonstige Vorbereitungen sind getroffen. Was in meiner Kliniktasche drin steckt lest ihr hier: Teil 1 und Teil 2. Außerdem habe ich heute ein paar Sachen für Leon zusammen gepackt, die ich den Freunden gebe, die ihn während der Entbindung zu sich nach Hause nehmen. Da diese ein paar Kilometer entfernt von uns wohnen, wäre „ein bisschen Planen können“ echt leichter.

Ob ich schon Vorwehen habe? Noch gar nicht. Lediglich hin und wieder mal ein leichtes Ziehen in den Oberschenkeln.

Was als nächstes ansteht? Die „leicht einleitende Akupunktur“ von Hebamme Sylke. Mal schauen – vielleicht geht danach ja alles ganz schnell.

Und wer weiß – möglicherweise macht sich mein Baby auch am 30. Januar auf den Weg. Dann ist Emily am gleichen Tag geboren wie ich. Hätte doch auch was ….

Bis bald wieder und liebe Grüße von Elischeba

Photo Credits: Fotografin „Retellinglife“ am 23. Januar 2015 bei uns zu Hause – Model: ich selbst

SONSTIGES: Was ich im Leben immer wieder tun würde steht hier auf meinem Reiseblog