Kurz vor der ersten Entbindung im Mai 2012 muss mein Schatz Pierre schmunzeln. Da stehe ich vor der Christophorus-Klinik in Coesfeld – mit meinem Kosmetikköfferchen in der Hand – und sage der Dame im Empfangsbereich versehentlich, dass ich „einchecken“ möchte.

Ach ja – und dass ich bitte unbedingt dieses lila Familienzimmer haben wollte. Die Wehen sollen am 20. Mai 2012 mit Tabletten eingeleitet werden, da ich bereits eine Woche über dem Entbindungstermin liege und ein überdurchschnittlich großes Baby im Bauch raus soll.

Diesmal könnte unsere Tochter auch ein bisschen eher das Licht der Welt erblicken. Manchmal scheine ich das sogar irgendwie im Gefühl zu haben. Das wäre auch gar nicht schlimm – zwei Wochen vorher zu entbinden liegt zum Beispiel voll ich Rahmen.

Auch wenn ich gern alles auf dem letzten Drücker mache – die Kliniktasche kann Frau ruhig so circa vier Wochen vor dem Entbindungstermin packen.

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Der erste Teil ist bereits im Koffer verstaut. Mein Schatz Pierre fragt mich, ob ich ins Krankenhaus einziehen möchte. Nö – am liebsten nur eine Nacht dableiben und dann ab nach Hause mit den Zwergen. Aber wir Frauen packen halt nun gern mal ein bisschen zu viel ein …

Das ist in meiner Kliniktasche enthalten (Teil 1): 

  • Hausschuhe und warme Socken – die brauche ich, wenn ich auf dem Flur der Geburtsstation herumlaufe – kalte Füße können Wehen bremsen.

  • nicht gerade erotisch, aber nach der Entbindung wichtig: Circa acht kochfeste Baumwollunterhosen sollte Frau gemäß Ratgebern dabei haben, da die ersten Tage häufig Blutungen auftreten. Große Binden sind im Krankenhaus meist verfügbar.

  • Zwei Nachthemden, die rasches Stillen ermöglichen – auch hier ist Baumwolle oder ein anderer Naturstoff vorteilhaft.

  • Yeeaa – endlich wieder eine ganz normale Jeans anziehen. Ich wähle eine Hüfthose welche im dritten Monat noch super gepasst hat.

kliniktaschepacken

  • eine Strickjacke in grau die ich bei Bedarf drüber ziehen kann und die farblich mit allen Kleidungsstücken harmoniert.

  • Circa zwei Still BH´s sollten ebenfalls eingesteckt werden – alternativ sind auch bequeme Bustiers aus Baumwolle möglich, welche stüzen ohne einzuengen. Einen Tag nach meiner ersten Entbindung wachsen meine Brüste über Nacht so stark, dass ich mich regelrecht erschrecke. Also die Wäsche ruhig eine Nummer größer kaufen …

  • Schminkzeug im Kreißsaal? Wer braucht denn so was? Ich 🙂 Ist für den Tag nach der Entbindung gedacht.

  • Badezimmersachen wie Waschgel, Gesichtswasser, Creme und was Frauen halt so brauchen. Da muss ich nichts extra packen – durch meine vielen Reisen habe ich eh seit Jahren alles in zweifacher Ausfertigung und einen separaten Kosmetikkoffer allezeit gepackt – eine Idee von einer Stewardess, die ich gleich geklaut habe. So muss ich beim Start der Wehen nicht meine Zahnbürste suchen oder überlegen was ich alles zum Abschminken benötige.

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  • Fürs Töchterchen: zwei Bodys, Schühchen, Strumpfhose, Jäckchen, Pulli, Strampelanzug, Mütze und Hose. Normalerweise gibt es auf der Neugeborenenstation für die ersten Tage genug Baby Kleidung – auch Windeln und Feuchttücher sind für Säuglinge reichlich vorhanden. Wichtig ist es, dass Frau für den Rückweg ausgestattet ist. Auch eine Babyschale sollte bereits im Auto befestigt sein.

Das ist der erste Teil – das habe ich heute gepackt. Teil Zwei mit Formalitäten, Kamera, Laptop und Co. folgt in einem der nächsten Beiträge, wenn ich den Rest zusammen suche – ein bisschen Zeit habe ich ja noch.

Ich weiß, dass ein paar Leserinnen von euch auch gerade schwanger sind – ich denke an euch ganz besonders und wünsche uns allen möglichst rasche und schmerzarme Entbindungen 😉

Beste Grüße von Elischeba

Photo Credits: das oberste Foto ist im Januar 2012 auf Lanzarote entstanden – Fotograf: André Plath – Model: Elischeba Wilde

Produtkbilder: Fotografin Elischeba Wilde

P.S. hier ist mein Video vom Dezember 2012 – mit Tipps zum Koffer packen MIT BABY: