Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf. So lautet eine indianische Weisheit.

Viele liebevolle Menschen – unterschiedliche Sichtweisen – tolle Spiele – Singen in Gruppen – und vor allem eine Menge anderer Kinder. KiTas können Eltern entlasten und den Horizont der Kleinen enorm erweitern.

Seit dem 01. August 2014 geht mein kleiner Schatz vormittags in die KiTa und ist mehr als begeistert. Eingewöhnung? Ey Mama, wer braucht denn so was? Von einer Sekunde auf die andere hat sich der Zwerg wie Hause gefühlt.

Erzieherinnen berichten mir, dass die meisten Kids im Durchschnitt zwei Wochen dafür brauchen, doch dann fühlen sie sich in der Regel immer pudelwohl.

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Weil KiTas eben alles bieten, was Spaß macht. Kleine Freunde, Toben und Klettern an der frischen Luft sowie gemeinsames Singen, Basteln und Malen.

Und so steht Leon morgens auf und erzählt uns, dass er sich total auf den Kindergarten freut. Sogar während unserem Dänemark Trip hat er uns gefragt, ob wir ihn nicht spontan hinbringen können.

Ich selbst brauche kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich den Spielplatzbesuch mit dem Mini Chef zeitlich nicht schaffe – solange es nicht in Strömen regnet, darf er nämlich in seiner KiTa jeden Tag mit anderen Kids draußen rutschen, rennen, klettern und mit kleinen Fahrzeugen fahren. Das brauchen die Kleinen einfach!

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Seit Mitte August 2014 ist Leon nun in der KiTa, in welcher er fest zugewiesen ist – von der vorherigen Urlaubsvertretung habe ich euch ja hier berichtet.

Der zwischenzeitliche Dänemarktrip hat den Wechsel für unseren Sohnemann unkomplizierter gemacht. Anfangs fand ich die ein oder andere Regel im jetzigen Kindergarten etwas gewöhnungsbedürftig, doch habe ich mich auch als Mama rasch eingelebt.

Erzieherinnen, die beim Schnuppern etwas streng auf mich wirkten, finde ich jetzt so richtig nett. Es ist ja auch ein Unterschied, ob man ein Kind zu Hause hat, oder eine ganze Horde bändigen muss. Und wenn man sich als Mutter mit dem ein oder anderen Punkt unwohl fühlt, dann kann man ja auch jederzeit mit den Leuten reden 😉

kitabaerenIch finde es auch toll, wenn unterschiedliche Generationen unter den Erzieherinnen vertreten sind. Die ein oder andere von denen hätte ich da ja liebend gern als Oma für meinen kleinen Schatz.

Aber was ist mit den Studien, die sagen, dass Kinder unter drei am meisten bei der Mutter lernen und am besten nur zu Hause betreut werden? Meine Meinung dazu ist die, dass jedes Kind anders ist.

Unser Leon ist auf Reisen schon häufiger mit Betreuung auf Tuchfühlung gegangen. Der Kleine liebt neue Eindrücke, andere Kids – vor allem die, welche circa zwei Jahre älter sind als er – und er liebt auch ein bisschen Action.

Außerdem können KiTas soziale Beziehungen fördern. Leon fragt mich bereits im Alter von zwei Jahren ob ich ihn zu bestimmten Freunden bringen kann oder diese mal wieder einlade – meist Jungs um die vier oder fünf.

Ideal finde ich es, wenn man die Kleinen – solange es beruflich geht – erstmal nur vormittags in die KiTa gibt und den weiteren Verlauf auf sich zukommen lässt. Dann können sich die Kids nachmittags zu Hause ausruhen und auch einfach mal nichts tun. Auch das brauchen die Kleinen.

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Was macht denn eine gute KiTa aus? Es gibt Eltern, die eine intensive Frühförderung mögen – inklusive dem Erlernen einer Fremdsprache.

Für mich ist es am wichtigsten, dass mein kleiner Mann richtig viel Spaß hat. Ich bin der Meinung, dass ein Zweijähriger beim freien Spielen mit anderen Kids am meisten lernt. Auch die morgendlichen Singrunden mit Fingerspielen finde ich klasse. Ich mag es, wenn das Lernen spielerisch nebenbei läuft – ganz ohne Druck.

Persönlich „erziehen“ wir unseren Mini Chef zum Freidenker. So viel Liebe und Freiraum wie möglich und so wenig Regeln wie nötig. Er soll seinen eigenen Weg finden.

Und dazu gehört der morgendliche Fun in der KiTa!

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße von Elischeba

Photo Credits: Fotografin Elischeba Wilde – Location Familotel Bären am See und Kinderhotel Vespera