Erstmal vorweg: Was ist überhaupt eine Blog-Parade? Ganz einfach: Mehrere Blogger setzen sich mit dem gleichen Thema auseinander. Oft ist sind die Ergebnisse ziemlich spannend. Denn es gibt die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten.

Heute möchte ich euch meine Meinung zum Thema „Kommerz und Blog“ mitteilen.

Ist es verwerflich im Blog Werbung zu platzieren?

Dazu gleich meine Frage an meine Leser: Wenn ihr euch eine Elternzeitschrift am Kiosk holt, ist es dann verwerflich, dass darin Werbeanzeigen veröffentlicht sind?

Meiner Meinung nach nicht. Ich habe meine journalistische Karriere im Printbereich gestartet und gelernt, dass eine Zeitschrift durch Abonnenten alleine kaum überleben kann. Trotzdem steckt eine Menge Liebe, Budget und Aufwand hinter einem Magazin – meist ist ein größeres Team beteiligt.

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Allerdings sollte es nicht zu viel Werbung sein. Ich kaufe mir eine Zeitschrift ja in erster Linie wegen der interessanten Artikeln – eine Anzeige, die ein neues Produkt beschreibt, kann aber trotzdem auch ein Mehrwert für mich bedeuten.

Ganz wichtig finde ich, dass der Leser sehen kann, ob ein Budget dahinter steckt oder nicht.

Als ich für eine gedruckte Zeitschrift mit hoher Auflage tätig gewesen bin, da sollte ich immer darauf achten, oben am Rand „Advertorial“ oder „Anzeige“ zu schreiben, falls es sich bei der gekauften Veröffentlichung um viel Text handelte und die Werbung nicht gleich ersichtlich war.

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Auf meinen Blogs kennzeichne ich sowohl Kooperationen als auch Pressereisen unter dem Beitrag im Disclaimer.

Ich bin gerne ehrlich und authentisch – deswegen achte ich von Anfang an darauf, dass ich nur Kooperationen akzeptiere, bei denen ich voll und ganz dahinter stehen kann. Die zu meinen Lesern und zu mir passen.

Wenn ich von Hotels eingeladen werde, dann lobe ich nur das, was mir auch wirklich gut gefällt. Manchmal denke ich mir vor Ort, dass das ein oder andere noch optimiert werden könnte.

Oder dass eine bestimmte Art Urlaub zu einem anderem Typ Gast besser passen könnte, als zu mir.

In diesen Fällen nutze ich meine journalistische Freiheit und schreibe diese Empfindungen ganz offen nieder.

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Aber wie verdient man überhaupt Geld mit einem Blog?

Falls du selbst auch mit dem Gedanken spielst, regelmäßig etwas zu schreiben und dich über einen Nebenverdienst freuen würdest, dann kannst du in meiner Rubrik „Advertising und PR“ ein paar Beispiele von Kooperationen anschauen.

Ihr seht, dass ich es nicht verwerflich finde, wenn ein Blogger für seine Arbeit und Mühe auch einen Obolus erhält.

Doch bin ich der Meinung, dass langfristig nur Erfolg hat, wer mit Leidenschaft bloggt. Mit Liebe und viel Begeisterung.

Wenn ich unterwegs bin, dann brenne ich schon richtig danach, meine Erlebnisse niederzuschreiben. Auf Pressereisen überlege ich, was von dem, was gerade passiert, welchen Lesern gefallen würde.

Ob Modeln, Fotografieren, Filmen oder Moderierenalles was mit meiner Tätigkeit zusammen hängt, tue ich mit großer Freude.

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Momentan denke ich während meiner zweiten Schwangerschaft sogar während den Untersuchungen beim Frauenarzt darüber nach, was ich euch – meinen lieben Lesern – davon als Tipp mit geben kann.

Oder wie ich euch meine Emotionen und Gefühle rüber bringen kann. Manchmal bekomme ich vor dem Einschlafen noch Ideen für einen neuen Artikel.

Zu guter Letzt eine Frage, die auch während der Blog Parade aufgekommen ist: Rechnet sich der Spaß? Bei mir ist es vorteilhaft, dass ich die Inhaberin dreier Blogs bin: Ich habe einen Reiseblog, meinen Beauty-, Fashion- & Wellnessblog und diesen Mamablog.

Auf jedem Blog habe ich unterschiedliche Kunden und kann diese ganz gezielt ansprechen. Der Vorteil von nur einem einzigen Blog mit mehreren Bereichen ist jedoch, dass es stressfreier ist. Wenn ich auf allen Blogs aktuelle Berichte haben möchte, dann muss ich auch viel schreiben und viel produzieren.

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Und wo wir gerade beim Thema Zeit sind: Woher nimmt Frau die? Ich sehe das Bloggen als Leidenschaft, aber auch als meinen Job.

Ob ich morgens im Büro sitze oder in unserer Maisonette Wohnung unterm Dach in die Tasten haue – der Zeitaufwand ist ungefähr der gleiche. Außerdem schreibe ich fast so schnell wie ich denke 🙂

Und mein kleiner Schatz geht jetzt vormittags in die Kita und hat dort riesigen Spaß!

Wie er das Bloggen sieht? Letztens meinte er zu mir: „Mama nach oben Computer arbeiten. Leon und Papa alleine frühstücken.“

Tja, er hatte den Papa die ganze Woche kaum gesehen und wollte ihn am Wochenende jetzt auch mal für sich allein haben.  ZUCKER! Aber die Mama durfte sich dann nachher doch dazu setzen und mitfrühstücken 😉

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße von Elischeba

Photo Credits: Fotografen: André Plath, Pierre Wilde und Olaf Habig. Model: Elischeba Wilde

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