Das gibt es doch nicht. Anfang Juni 2014 befinde ich mich an einem heißen Sommertag bei einem Fotoshooting und wundere mich darüber, dass ich kaum noch in meine Kunstleder High Heels rein komme. Das Ist mir bisher doch noch nie passiert. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist die Tatsache, dass ich wieder schwanger bin.

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Wie kommt das denn überhaupt, dass Beine und Füße in der Schwangerschaft schneller geschwollen sind?

Das hängt mit einem erhöhten Blutbedarf zusammen. Auch im Gesicht und an den Händen kann sich in der Schwangerschaft oftmals mehr Wasser anlagern. Die Fotos mit den High Heels stehen gegen Ende des Tages an – nachdem ich bereits viel gestanden habe.

Kein Wunder also, dass ich bei über 30 Grad in einem schwülen Raum mit engen und kaum dehnbaren High Heels meine Probleme habe.

Solange Schwellungen nicht mit hohem Blutdruck verbunden sind, muss man sich als werdende Mutter normalerweise keine Sorgen machen. Meine Beine sehen optisch so aus wie immer – auch wenn sie sich nach einem langen Tag schwer anfühlen.

Doch habe ich das Gefühl, dass der untere Teil meiner Füße, der Fußballen – und auch die Zehen – geschwollen sind.

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Nun, in der Schwangerschaft halten die Nieren vermehrt Natrium und Wasser zurück, um eine Zunahme des Blutvolumens und Körperwassers zu ermöglichen.

Die Venen müssen jetzt Höchstleistungen vollbringen, um das Blut gegen die Schwerkraft wieder zum Herzen zu pumpen – gerade bei meinen langen Beinen ist dieser Weg recht lang.

Mir tun Mütter leid, die im Hochsommer hochschwanger sind, denn eine wachsende Gebärmutter übt zusätzlich noch mal einen extra Druck auf die Venen aus. Auch wenn ich tropische Temperaturen und lange Nächte liebe – einen dicken Bauch habe ich doch lieber im Frühling oder Herbst.

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Doch was kann man tun? Wie kann man die Beschwerden mildern?

Viel trinken und sich gesund und ausgewogen ernähren ist von großem Vorteil. Das hört sich widersprüchlich an – ist aber richtig: Wer genug Flüssigkeit zu sich nimmt, der erreicht, dass weniger Wasser im Körper aufgestaut wird.

Egal ob ich am Computer arbeite oder meinem Söhnchen ein Buch vorlese – an heißen Tagen lege ich meine Füße bereits hoch, bevor sie sich schwer anfühlen.

Du hast einen anstrengenden Job, bei dem du viel stehen musst? Sobald dein Chef von deiner Schwangerschaft weiß, ist er dazu verpflichtet, dir kleine Pausen einzuräumen, in denen du deine Füße mal kurz hochlegen kannst.

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Nutze diese Minuten doch auch dafür, deine Füße im Sitzen langsam kreisen zu lassen oder im Stehen auf und ab zu wippen – als eine Art Venenpumpe.

Gelegentlich habe ich – genau wie während meiner ersten Schwangerschaft – in der Nacht plötzlich ein unruhiges Gefühl in den Beinen.

Da überkommt mich aus dem Nichts ein richtiger Bewegungsdrang. Auch dann lasse ich meine Füße ein paar Mal nach rechts und links kreisen und wenig später ist alles wieder gut.

Für Flugreisen und längere Autofahrten habe ich während meiner ersten Schwangerschaft eine Kompressionsstrumpfhose verschrieben bekommen, welche ich morgens nach dem Aufstehen anlegen sollte. Damals war ich über meinen Mann Pierre privat versichert – nun bin ich als Journalistin über die Künstlersozialkasse Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse und habe dieses Hilfsmittel wiederholt für geplante Reisen verschrieben bekommen.

Als privat Versicherte musste ich sie im Rahmen meiner Selbstbeteiligung von 1.300 Euro jährlich komplett selbst bezahlen. Circa 180 Euro durfte ich dafür hinlegen. Die gesetzliche Krankenkasse hat mir den Preis komplett erstattet – nicht mal ein Cent Zuzahlung war nötig.

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Allerdings hatte ich mit meiner Frauenärztin beim ersten Termin nach dem positiven Schwangerschaftstest eine kleine Diskussion. Sie war der Meinung, dass ich diese Strumpfhose auch an heißen Sommertagen, wie wir sie jetzt genießen, im Alltag tragen soll.

Geht gar nicht! Hab ich einmal tatsächlich versucht und gleich Kreislaufprobleme bekommen. Mir war mit dem Ding viel zu warm. Das sei aber zur Vorbeugung gegen Thrombosen oder Krampfadern wichtig, so meine Gesprächspartnerin. Ich finde das persönlich total kontraproduktiv. Hab mich gefühlt, als wenn sich die gesamte Wärme des Sommers darunter richtig übel anstaut. Mein ganzer Körper hat förmlich geschrien: weg damit!

Allerdings ist es wohl bei bereits vorhandenen Krampfadern wichtig, trotz Hitzewelle diese Strümpfe zu tragen. Oder – wie viele Fachleute raten – gerade dann. Ich ziehe mich lieber ganz locker, leicht und luftig an und tue zwischendurch immer wieder etwas gegen das schwere Gefühl.

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Absolut hilfreich empfinde ich auch eine kühlende Erfrischung im Freibad. Die Bewegung tut müden Beinen richtig gut. Du hast bereits ein Kleinkind und meist keinen Babysitter zur Hand? Geht mir auch so. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch und deswegen habe ich einen Weg gefunden, wie ich um Leon herum schwimmen kann und er trotzdem riesigen Spaß hat.

Meinen Geheimtipp verrate ich dir hier. Aber bitte trotzdem immer eine Auge aufs Kind werfen, o.k.?

Doch auch andere Sportarten sind total förderlich. Toll ist zum Beispiel auch Walken, oder – wenn du dich fit genug fühlst – leichtes Joggen. Geht auch nicht, da du ein Kleinkind hast? Dann lese doch meinen Testbericht vom Buggy, der zum Joggen konzipiert wurde.

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Da ich einen kleinen Wildfang habe, der sich selbst bewegen möchte, nutze ich den Buggy allerdings in der letzten Zeit kaum mehr für den Sport. Nun ja – bei den jetzigen Temperaturen gehe ich eh viel lieber Schwimmen.

Und dank Jahreskarten, welche fast alle Freibäder anbieten, ist das auch gar nicht teuer.

Also – bist du gerade ebenfalls eine werdende Mutter, dann lege doch mal die Füße hoch, spring ins Wasser und genieße den Sommer!

Und lass dich ruhig auch mal verwöhnen – mein Schatz Pierre bekocht mich an den Wochenenden. So einen Service hast du dir auch verdient!

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße von Elischeba

P.S. wer von euch Mode mag, kann meinen neusten Artikel auf dem Beautyblog lesen:

http://wellness.mrs-germany.com/2014/07/16/mein-heutiges-sommer-outfit/