Wie merkt eine Frau eigentlich, dass sie schwanger ist? Nun, in erster Linie häufig durch das Ausbleiben der Periode.

Doch es gibt weitere Anzeichen, die dafür sprechen können:

1. Viele Frauen klagen über Schmerzen in der Brust – die Brustwarzen sind häufig dunkler und härter als gewöhnlich
2. Große Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kreislaufprobleme
3. Häufiger Drang die Blase zu entleeren
4. Übelkeit und Brechreiz
5. Veränderung der Essgewohnheiten und ungewöhnliche Gelüste
6. Plötzliches Ekelempfinden – zum Beispiel vor Fisch oder anderen Speisen, die Frau vorher gern gegessen hat
7. Stimmungsschwankungen

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Als ich beim Frauenarzt anrufe, um den Termin für die erste Untersuchung nach dem positiven Schwangerschaftstest auszumachen, erzähle ich der Helferin, dass ich Symptome verspüre, die ich von meiner ersten Schwangerschaft nicht kenne und frage, ob alles in Ordnung ist.

Ich erhalte zur Antwort, dass jede Schwangerschaft komplett anders sein kann. Befreundete Mütter beruhigen mich mit der Erfahrung, dass wenn die erste Schwangerschaft gut verlaufen ist, die zweite in der Regel ebenfalls reibungslos klappt.

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Was ist bei mir auffällig?

Ziemlich extrem reagiere ich diesmal beim Thema Essen. Mein Schatz kocht am Wochenende etwas Leckeres – worüber ich mich sonst immer sehr freue – und plötzlich bekomme ich ein starkes Ekelempfinden vor gewissen erhitzten Ölen oder Fetten. Und das obwohl mein Süßer immer sehr hochwertige Produkte benutzt – ich liebe normalerweise sein Olivenöl, welches er direkt aus Italien bezieht.

Als wir einmal abends zusammen frischen Fisch essen, gebe ich ihm plötzlich meine gesamte Portion auf den Teller und sage ihm, dass ich das Zeug nicht riechen kann. Häufig ist mir nur nach einem Butterbrot mit Käse. Und dann fast immer den gleichen. Camembert. Richtig viel Camembert.

Ich esse eine ganze Packung pro Brotmahlzeit. Wegen der Kalorien mache ich mir jedoch keine Sorgen, da ich trotz einem bereits sichtbaren Bäuchlein abgenommen habe und andere gewohnte Speisen nicht mehr riechen kann. Selbst das Kochen bereitet mir Probleme, wenn ich zum Beispiel für Pasta mein sonst so geliebtes öliges Pesto verwenden möchte.

Stimmungsschwankungen sind bei mir glücklicherweise nur sehr leicht ausgeprägt, aber ich stelle trotzdem fest, dass ich mich manchmal richtig aufs Baby freue und ein wenig später Sorgen mache:

Kann ich beiden Kindern die gleiche Liebe geben? Muss eins zurückstecken, weil dann zwei da sind? Wie werde ich damit fertig, wenn beide gleichzeitig etwas von mir wollen und mein Schatz Pierre lange Bürotage hat?

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Außerdem reagiere ich meinem Mann PIerre gegenüber manchmal schnell gereizt – so bin ich ansonsten nicht. Er meint jedoch, ich wäre trotzdem süß und es würde sich alles in einem gut erträglichen Rahmen halten. Schön.

Genau wie bei der ersten Schwangerschaft bin ich extrem harmoniebedürftig. Während der WM habe ich totales Mitleid mit Brasilien, als wir die Seleção sieben zu eins schlagen. Immer wieder betone ich, dass mir ein zwei zu eins gereicht hätte.

Die armen Menschen – so eine Niederlage im eigenen Land. Ich bin doch auch Fan dieser fröhlichen und gut gelaunten Brasilianer, insbesondere der Cariocas, und der schönen Landschaften Brasiliens.

Nachrichten gucken muss gerade auch nicht sein – es sei denn es gibt positive Verkündungen.

Brechreiz habe ich glücklicherweise gar nicht – allerdings fühle ich mich manchmal schneller müde und schlapp. Einkaufen mit Leon ist stressiger als sonst, da ich den Wildfang ständig beim Ausräumen von Regalen oder dem Joggen durch Rossmann stoppen muss.

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Außerdem ertappe ich mich dabei, dass ich Dinge im Haushalt häufiger liegen lasse. Spielzeug liegt tagelang in der ganzen Wohnung rum – auf zwei Etagen verteilt.

Am liebsten lade ich Kinder ein, da die das nicht stört. Im Gegenteil: Heute sagt mir eine Mutter, die ihren knapp vierjährigen Sohn für zwei Stunden vorbeibringt, ganz freudestrahlend, wie wohl sich ihr kleiner Mann bei Leon und mir fühlt.

Dabei kümmere ich mich gar nicht mal besonders intensiv um die beiden, sondern lasse sie einfach zusammen spielen und arbeite nebenbei am Computer. Und erfreue mich am äußerst fröhlichen Gekreische. Fangen spielen, Tore schießen, Eisenbahn bauen – die zwei verstehen sich prächtig.

Mein Mini Chef freut sich riesig über Besuch und ist sehr gesellig – ich glaube da passt ein Geschwisterchen doch ganz gut.

Insgesamt fühle ich mich aber klasse und gesund – ich bin mal gespannt, was die nächsten Monate bringen. Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Ich brenne nach dieser Info!

Ich halte euch auf dem Laufenden und grüße euch ganz lieb.

Falls ihr in den Sommerferien weg fahrt, wünsche ich euch einen ganz tollen Urlaub!

Elischeba