Super Tipps erhalte ich von den Marktfrauen beim Apfelkauf. Plantschbecken im Garten aufstellen und Wasserluftballons kaufen. Hätten sie bei ihrem Kindergeburtstag gemacht und das war Spaß pur.

Da bräuchte man neben Leckereien sonst nix mehr. Hey, das ist eine gute Idee. Also ziehe ich noch am gleichen Tag los und erwerbe beides.

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Doch wo wir gerade beim Thema Pleiten, Pech und Pannen sind, sollte Miss Wilde lieber nicht auf den letzten Drücker das Plantschbecken aufblasen wollen. Die passende Luftpumpe muss – so wie der freundliche Berater im Baumarkt mitteilt – erstmal bestellt werden. Hat man grad nicht im Haus.

Da die Mama nicht so viel Puste für so ein riesiges Plantschbecken hat, wird das schon mal nix. Während unseres Trips nach Kroatien ist das Gras im Garten so was von in die Höhe geschossen, dass wir da mit dem Handrasenmäher keinen Bock drauf haben. Der neue Elektromäher ist endlich zusammengebaut, aber das passende Verlängerungskabel muss auch erst bestellt werden. Wildwuchs ist angesagt.

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Unsere Hauptsorge vor der Kinderparty: Wie kriegen wir das hin, dass der Zwerg seinen Mittagsschlaf gemacht hat, bevor alle Gäste da sind? Wäre doch ein bisschen doof, wenn es nachher heißt: „Du, Leon, während du geschlafen hast, waren übrigens alle deine kleinen Freunde da. Wir hatten viel Spaß und jetzt sind sie alle wieder weg.“

Unser Männchen pennt die letzte Zeit mittags häufig erst gegen 16 Uhr – für diesen Zeitraum haben wir den Besuch bestellt. Also schaukeln auf dem Arm. Hilft nix.

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Der Wonneproppen schwingt sich mit einem Ruck kräftig nach vorne, lässt sich runter heben und rast los. Nix da müde oder so. Quirliger Wirbelwind. Ob er ihn ins Auto packen soll und rumfahren, fragt mein Mann Pierre.

„Ach, das Wetter ist schön, lass mich den Buggy nehmen und los rennen.“ Yes. Nach einer Viertelstunde ist der Mini Chef in den Tiefschlaf gesunken und Mama darf ihre sportliche Prozedur beenden. Jetzt muss bitte alles klappen. Kinderzimmer verdunkeln und den kleinen Mann vorsichtig schaukelnd ins Bett tragen.

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Yuhu. Es klappt. Mama kann sich den Staubsauger schnappen und noch mal durch die Wohnung gehen. Und die Couch mit einem feuchten Lappen abschrubben. Das Fenster müsste auch noch mal geputzt werden. Schließlich haben wir gleich perfekte Hausfrauen zu Gast. Die machen teilweise sogar ihren Honig selbst. Respekt.

Auf einmal fällt meinem Mann ein, dass wir für so viele Leute ja gar nicht genug Kuchengabeln haben. Au Weia. Was jetzt? Große nehmen? Wie peinlich ist das denn? Plastikgabeln? Die sind zu Porzellantellern etwas stillos. Außerdem sind die auch groß. Also noch mal los. Einkaufen gehen.

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Glaubt mir, wenn mich eine Sache stresst, dann sind das pünktliche Gäste. Aber so richtig. Und dann das! Die ersten Besucher stehen 20 Minuten zu früh vor der Tür! Freudestrahlend mit Kuchen und Geschenken in der Hand. Hilfe! Der Tisch ist noch nicht gedeckt, ich habe meine Ohrringe noch nicht angezogen und außerdem haben wir noch nichts geschmückt.

So. Erstmal ganz schnell alle Luftballons aufblasen. Aber wohin damit? Einfach auf den Tisch legen. Sieht schön bunt aus. Babsi ist da ein wenig schlauer und befestigt zwei geschickt an Leons Kinderstuhl. Süße Idee. Ach sie hätte schon 25 Kindergeburtstage hinter sich – da hat man Routine.

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Die habe ich definitiv nicht, denn ich stelle fest, dass weiteres Planen und Gäste unterhalten gleichzeitig wohl nicht so hinhaut. Irgendwie bin ich nicht so Multitasking fähig, wie man das der Damenwelt nachsagt. Und prompt vergesse ich die Servietten. Stelle ich fest, als Mütter danach fragen.

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Der schönste Moment ist jedoch der, als wir den ausgeschlafenen Leon ins Wohnzimmer holen und so viele liebe Menschen heute speziell für ihn da sind. Alle mit Geschenken zum Auspacken. Liebevoll verpackt. Mit Herz ausgesucht.

Zum Beispiel bekommt er eine tolle Holzeisenbahn und ein neues Buch. Der Kuchen schmeckt allen super – es ist reichlich da. Wir könnten die halbe Nachbarschaft mit durchfüttern. Schön, dass wir für Sonntag noch so viele Reste haben. Am Tisch stellen wir alle mal kurz vor und erzählen den anderen, wo wir uns kennen gelernt haben.

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Anschließend setzen wir uns in den Garten und lassen die Kids im Sandkasten spielen. Denen ist das hoch gewachsene Gras eh schnuppe. Manche Eltern organisieren richtige Mottopartys mit einem tollen Programm, wo sich jeder verkleidet oder wo Lieder gesungen werden.

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Bei älteren Kids mag so eine Planung klasse sein. Aber unser Leon ist ja am 21. Mai 2014 erst zwei Jahre jung geworden. Da reicht es, wenn er ein paar Geschenke bekommt, mit anderen Kids spontan spielt, was Leckeres isst und die Runde auch nicht zu groß ist.

Wir haben einfach so viele eingeladen, wie an einen großen Esstisch passen. Leider haben wir nicht für alle lieben Freunde und Bekannte mit tollen Kids Platz.

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Am lustigsten wird es eh erst später, wenn man sich warm geredet hat, jeder in einer anderen Ecke Platz nimmt und der Nachmittag und Abend gemütlicher wird.

Und nachher stellst du fest, dass alles Unperfekte auflockert. Wie habe ich kürzlich so schön gelesen? Die letzten fünf Prozent an Perfektion kosten häufig 95 Prozent des Aufwands.

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Und das wollen wir doch nicht. Also Mut zur Lücke! Und für die nächste Kinderparty sind wir schlauer!

Einen schönen Frühling und alles Liebe von Elischeba

P.S. ein Tipp von einem Partner – hier ist der Spezialist für Geburtstagstorten