Ein Kinderclub ab vier Jahren ist nun wirklich nichts besonderes. Das bieten eine Menge Hotels. Aber was ist mit den Eltern, die einen zweijährigen Wonneproppen haben und gern mal zusammen im Meer schwimmen möchten?

Einfach mal ein Stündchen für sich sein? Die Beziehung pflegen? Ein bisschen Ruhe genießen möchten. Oder was macht ein Single mit Kleinkind, der gern ein paar der angebotenen Sportkurse mitmachen möchte? Der jedoch keinen Partner dabei hat, der in dieser Stunde auf den kleinen Schatz aufpassen kann?

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Nun, ich bin zwar kein Single, aber trotzdem momentan mit Leon allein auf Ibiza. Und habe hier im Club Cala Pada bereits einige Mütter getroffen, die ebenfalls allein mit ihrem Kind Urlaub machen.

Denn hier kann auch eine alleinstehende Mutter mal ein bisschen Kraft tanken. Sport mitmachen, andere Mütter kennenlernen und am Pool auch mal drei Seiten auf einmal in einem Buch lesen. Ohne den kleinen Schatz zum zwanzigsten Mal von der unteren Vorderseite der Rutsche weg zu holen, wo plötzlich Kids raus geschossen kommen können.

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Der Club Cala Pada ist ein Familienhotel für alle, die Sport und Aktivitäten im Urlaub lieben. Doch ein bisschen günstiger, familiärer und unkomplizierter als einige der Clubs, in denen die Mamas abends im Abendkleid und High Heels zum Dinner gehen und prüfen, welche Marke der Gast vom Nachbartisch trägt. Hier ist der Dresscode sportlich chic. Alles kann – nichts muss.

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Doch was passiert eigentlich in diesem Kinderclub? Er ist farbenfroh und liebevoll gestaltet und bietet tolle kleine und große Spielsachen, Kasperletheater Vorführungen, Kinderschminken, einen großen Sandkasten, einen schattenspendenden Garten unter großen Bäumen, Spielhäuser zum Reinklettern und vieles mehr.

Nun – für Leon gibt es hier rein theoretisch auch eine Babyecke mit Krabbeldecke und Co. Ruhespendend und ein bisschen abgetrennt vom wilden Geschehen. Aber ganz ehrlich? Mit so was brauch ich meinem Söhnchen nicht mehr kommen. Leon befindet sich ausschließlich dort, wo die Großen sind.

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Wenn ich ihn um 10 Uhr dort abgebe, dann läuft er fröhlich jauchzend durch den Bereich und weiß vor lauter Freude gar nicht, wo er anfangen soll zu spielen. Dann geht er auf die anderen Kinder zu und Mama staunt. Wieso? Er kommuniziert mit ihnen. Ich selbst kann seine „Babysprache“, die er halt so mit seinen 16 Monaten spricht, nicht immer verstehen. Aber die Kids unter sich – das klappt hervorragend.

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Kleinkinder unter drei kann man morgens und nachmittags für nur zehn Euro am Tag für insgesamt circa fünf Stunden abgeben. Weil es da so schön ist, bleibe ich häufig noch ein bisschen dabei und unterhalte mich mit dem sehr netten Animationsteam.

Schade, dass Anikas Semesterferien zu Ende sind – hier auf dem Foto siehst du, wie sie bei der Kasperle Theater Vorführung mit meinem Kleinen kuschelt – er war die gesamte Stunde total gebannt und hat ruhig zugehört. Die Vorführung von Chefanimateur Sven war aber auch zum Schießen!

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Wenn ich Leon im Kinderclub abhole, dann finde ich das immer ganz spannend, was Leon erlebt hat. Mal ist er von oben bis unten voller Kreide, da zusammen gemalt wurde. Oder er hat ein Herz auf den Handrücken gemalt bekommen und zugeschaut, wie ältere Kinder zum Hasen oder Schmetterling verwandelt wurden.

Beim Mittagessen kommen andere Kids häufig zu Leons Hochstuhl gelaufen und wirken sehr vertraut mit ihm – sie kommunizieren auf ihre Weise und ich merke, dass die zwei sich kennen. Dann dreht sich so ein Dreijähriger zu mir und sagt: Leon und ich kennen uns aus dem Kinderclub und beschäftigt sich weiter mit Leon.

Absolut originell und goldig! Außerdem fragen mich hier ständig junge Mädchen zwischen neun und 13, ob sie mit dem Leon spielen dürfen. Eine hat mir erzählt, dass sie auch so gern einen kleinen Bruder wie den Leon hätte. Richtig süß.

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Was mir hier im Club Cala Pada nicht gefällt? Dass das Internet nicht funktioniert. Für mich als Journalistin ist das ziemlich doof. Diesen Blogeintrag habe ich bereits vor Tagen offline vorgeschrieben und jetzt außerhalb der Anlage abgeschickt.

Zum Frühstück könnte ich mir gut ein bisschen mehr frisches Obst vorstellen – zum Beispiel so leckere Melonen, wie es sie hier mittags und abends gibt.

Ein frischer Obstsalat wäre genial und würde toll in die Fitness-Ecke passen. Aktuell werden Äpfel und Bananen zum Frühstück geboten. Na gut – Pfirsiche liegen hier auch in einer großen Schale – aber die schmecken meist recht mehlig und sind häufig braun von innen.

Doch das Buffet ist sonst für ein Dreieinhalbsterne-Hotel sehr gut. Ich habe euch auf meinem Beautyblog und Reiseblog bereits davon berichtet. Die Animation ist sensationell – unglaublich, was hier stündlich mit einer enormen Begeisterung in toller Qualität geboten wird.

Außerdem habe ich euch schon einen Erfahrungsbericht vom Skiken (kennt ihr das????) und Bauch-Beine-Po Kurs online gestellt. Viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal.

Eure Elischeba

Disclaimer: Danke an das Hotel für Kost und Logis