Wie doof ist das denn? Wir kommen gegen 16 Uhr 30 in Wassenaar an der niederländischen Nordseeküste an und erfahren, dass die Attraktionen im Erlebnispark Duinrell um 17 Uhr schließen. Na so ist das eben, wenn du als Journalistin einen 24-Stunden-Tag bestens nutzen möchtest. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Und dann sind wir mitten drin. Und wir sind einfach überwältigt. Zwar haben wir uns vorher mal flüchtig die Website angeschaut. Aber stehst du da, so bist du erschlagen. Weißt gar nicht, wo du zuerst hinlaufen sollst. Duinrell wird euch gefallen. Versprochen. Aber. Aber. Aber. Wenn ihr vor Ort seid, dann plant doch bitte den ganzen Tag für Duinrell ein. Es lohnt sich! Definitiv. Denn nur dann könnt ihr auch den Eintrittspreis von 20 Euro pro Nase richtig auskosten. Und dann lauft doch am besten nach dem Plan durch, damit ihr auch alles mal ausprobieren könnt!

hektik

Wir haben nun genau 20 Minuten Zeit und fragen uns, was denn jetzt noch schnell mit einem 16 Monate jungem Kleinkind geht. Nun – hier geht`s weniger nach Alter. Hier wird gemessen. Bist du größer als 1,20 Meter, darfst du hier richtig viel machen. Für Kleinere bietet sich – zusammen mit einem Elternteil – das schwebende Fahrrad an. Ein bisschen mulmig ist mir schon, als Leon neben mir festgebunden wird. Sitzt das auch alles gut? Hier hat man Routine – alles Bestens.

schwebendebahn

Zur Sicherheit halte ich ihn aber trotzdem noch ein bisschen fest – die besorgten Mamas eben. Und dann macht`s einfach nur Spaß. Das Schöne ist, dass du hier einmal zahlst und immer wieder drauf gehen kannst. Wir drehen die Runde zweimal – strampeln macht Spaß und Kleinkind Leon lächelt nach den ersten unbehaglichen Sekunden begeistert zu mir herüber. Unter uns Wasser – ein komisches Gefühl. Aber irre cool.

schweben

17 Uhr und alles schließt. Wir kommen garantiert wieder – spätestens wenn Leon über 1,20 Meter groß ist. Wie alt er dann sein mag? Ihr Mamas von größeren Kindern könnt dazu wohl mehr sagen. Dann werden wir definitiv den ganzen Tag einplanen und sämtliche Achterbahnen und das spektakuläre Riesenrad ausprobieren. Wir werden mit den Spaßbooten fahren und Burgen erkunden. Natürlich berichte ich euch auch dann wieder davon!

Duinrellrutsche

Glücklicherweise sind wir nicht umsonst ins Duinrell gefahren. Gleich nebenan gibt`s das größte überdachte Rutschenparadies der Benelux-Länder. Mit im Preis drin und anders als andere. Für unser Söhnchen gibt`s Kinderbecken mit Mini-Rutschen und für die Großen Action pur. Aber auch hier gilt wieder die 1,20 Meter Regel. Also kaufen wir Schwimmflügel an der Kasse – ohne gibt es keinen Einlass – auch nicht mit aufpassenden Eltern. Sicherheit geht vor.

Wenn du glaubst, du warst schon auf richtig schnellen Rutschen, dann geh mal ins Tikibad. Puh. Da rutscht dir dein Herz aber in die Hose. Ich sehe Teenager, die Schiss kriegen und wieder runter laufen. Nix für schwache Nerven. Im Tikibad gibt´s alles – aber keine Langeweile.

japaner

Also bleiben wir recht lang drin und haben auf einmal so richtig Kohldampf, dass wir gern direkt in Wassenaar dinieren möchten. Asiatische Restaurants gibt es hier nicht, meint eine Frau die wir nach dem Weg fragen. Aber ein Französisches – sehr feine Küche. Sie wäre Stammgast.

Problem: Als wir davor stehen hat´s zu. Als wir frustriert Richtung Auto laufen, entdecken wir zufällig das Koi Kawa in der Rijnsburgpassage 2 in Wassenaar. Die Einrichtung ist zwar eher zweckmäßig und der Raum wird keine Preise in Sachen Gemütlichkeit gewinnen, aber vor Ort ist man unkompliziert und kinderfreundlich. Lauter Stammgäste holen sich Sushi für zu Hause ab.

Unser Dinner ist etwas teurer als am Abend zuvor in Den Haag, aber dafür sind die Portionen auch größer. Wir warten eine Weile aufs Essen, da der Inhaber mit seiner Frau, die gleichzeitig auch bedient, alleine kocht, aber die Speisen sind authentisch, herrlich japanisch und absolut frisch.

Müde und zufrieden geht es um 22 Uhr zurück ins Hotel Crowne Plaza Den Haag Promenade. Morgen wollen wir ins SEA LIFE. Und sind schon ganz neugierig.

Liebe Grüße von Elischeba

Disclaimer: Danke für die Pressereise – Fotos privat und eins vom Duinrell (Rutsche)