Ob Nähen, schreiben oder singen. Daniela ist fleißig und kreativ. Begeistert gibt die 27-jährige Bloggerin anderen Müttern Tipps und Anregungen. Hier gibt es das Interview mit dem Allroundtalent.

Elischeba: Daniela, Du bloggst fast täglich von deinem Alltagsleben als Mama. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Daniela: Mein Mann erstellt nebenberuflich Webseiten. Als unsere kleine Leonie geboren wurde, bekam er mit, wie gerne ich mich in Foren mit anderen Müttern austauschte und mir viel Wissen und Informationen angelesen habe.

Nach einiger Zeit bemerkte er nebenbei – eher scherzhaft gemeint – das er mir am Besten einen eigenen Blog einrichtet, auf dem ich meine Erfahrungen mit anderen teilen kann.

So wuchs der Plan, wir stöberten nach einem passenden Design, und zwei Tage später stand mein Blog.

Dort habe ich die Möglichkeit, die Entwicklung unserer Tochter mit anderen zu teilen und Wissen zu vermitteln.

bemommy

Elischeba: Impfen ist bei manchen Müttern recht umstritten. Du bist für einen ausreichenden Impfschutz – wie du auf deinem Blog schreibst. Wieso?

Daniela: Ein Grund mag sein, dass mein Mann und ich aus medizinischen Berufen kommen, und uns somit der Gefahren eines nicht ausreichenden Impfschutzes bewusst sind.

Natürlich kann man argumentieren, dass die Pharmakonzerne mit Impfstoffen ihr Geld verdienen und nur deswegen auf Impfungen beharren. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass diese Unternehmen viel Zeit und Geld investiert haben, um die Präparate zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Dass man seinem Kind Gift spritzt, finde ich eine überspitzte Aussage, da sich in Impfstoffen meist nur inaktivierte Erreger befinden, welche dafür sorgen, dass sich das Immunsystem des Kindes altersgerecht entwickelt.

Es gibt unabhängige Kontrollgremien, welche vor der Zulassung eines Präparates alles Erdenkliche testen, bevor der Impfstoff überhaupt verabreicht werden darf.

Ebenso veröffentlicht das Robert-Koch-Institut regelmäßig Impf-Empfehlungen. Dabei agiert das RKI vollkommen eigenständig und finanziert sich nicht durch Pharmahersteller, haben also einen objektiven Blick auf die notwendigen Impfungen.

Ich nehme also die möglichen Nebenwirkungen in Kauf, da die eigentliche Erkrankung weitaus schlimmere Folgen hat. Genau deswegen werden Impfstoffe entwickelt, da ansonsten die Krankheiten in vielen Fällen zum Tod führen können oder lebenslange Einschränkungen bzw. Behinderungen nach sich ziehen können.

Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen, da ich für meine Tochter das Beste will. Da sie noch nicht in der Lage ist, für sich selbst zu entscheiden, übernehme ich das für sie – nach bestem Wissen und Gewissen.

Elischeba: Deinen Mann Dennis beschreibst du als wahren Helden am Wickeltisch. Wieso ist ein bisschen Hilfe und Unterstützung so wichtig für die ganze Familie?

Daniela: Auch als Mutter kommt man natürlich ab und zu an einen Punkt, wo man einfach nicht mehr weiter weiß. Wenn die Zähne mal wieder ganz besonders quälen und man nichts mehr tun kann, ist es unglaublich wichtig, dass man sich abwechseln kann.

Besonders in den Nächten ohne Schlaf ist es gut, wenn der Partner an der Seite ist. Wir haben uns gegenseitig aufgebaut, Aufgaben abgenommen und natürlich gibt es auch Phasen, wo Papa einfach angesagt ist, sei es zum Spielen, toben oder trösten.

dennis

Schon während der Schwangerschaft habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, einen verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben, der einen unterstützt, hegt und pflegt, wenn die Schwangerschaftsbeschwerden mal wieder Überhand nehmen.

Eine intakte Familie ist für mich ein wirkliches besonderes Gut, welches ich sehr zu schätzen weiß.

Elischeba: Was ist denn dein bester Tipp für ein glückliches Familienleben?

Daniela: Was macht ein glückliches Familienleben aus? Ich denke, da wird jeder andere Maßstäbe anlegen. Für einige wird ein glückliches Familienleben bedeuten, dass man ein gesundes Kind und einen Mann an seiner Seite hat.

Andere wiederum sind alleinerziehend, für sie liegt das perfekte Familienleben vielleicht darin begründet, genügend Zeit mit dem Kind verbringen zu können.

Für uns ist perfektes Familienleben all das, was man gemeinsam erlebt.

Mein Tipp dafür ist, dass man ab und zu auch mal alle fünfe gerade sein lässt. Auch in schwierigen Zeiten aneinander glaubt, um alles gemeinsam zu schaffen. Sich in anstrengenden Zeiten einfach mal in den Arm zu nehmen und ein paar Sekunden durchzuatmen.

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Elischeba: Auf deinem Blog postest du regelmäßig Gute Nacht Lieder. Wieso findest du singen mit Kindern wichtig?

Daniela: Für uns stand schon zu Beginn der Schwangerschaft fest, dass wir unserer Tochter ein festes Einschlafritual bieten möchten. Wir begannen, jeden Abend entweder die Spieluhr auf den Bauch zu legen, Geschichten vorzulesen oder eben Gute Nacht Lieder zu singen.

Da mein Mann beruflich lange unterwegs ist und erst im Laufe des späten Abends nach Hause kommt, konnte auch er so bereits eine Bindung aufbauen.

Mittlerweile merken wir, dass wenn unsere Tochter mal wieder von Bauchschmerzen oder Zahnweh geplagt wird, sie sich wirklich wunderbar mit Gute Nacht Liedern beruhigen lässt. Sie kennt das noch aus meinem Bauch und schafft es dann meist, beruhigt einzuschlafen.

Danke für das nette Interview von Elischeba