Boa neeee. Wie peinlich ist das denn jetzt? Da steht Frau mit einer großen Einkaufstüte vor dem Lidl und kriegt den Croozer nicht mehr richtig zusammengebaut.

Plötzlich drei junge Männer um mich herum. Alle wollen helfen. Hat einer von euch zufällig auch den Croozer?

Ne. Nicht mal Kinder. Und wer keine Kinder hat, der braucht auch nicht den Croozer. Logisch. Dann erkläre ich meinen Helfern in der Not, dass das alles beim Fahrradhändler absolut leicht ausgehen hat. Die Gebrauchsanweisung wäre zu Hause. Na da liegt sie gut. Ein junger Mann im Blaumann nimmt die Deichsel in die Hand und befestigt sie an meinem Fahrrad und dem Croozer.

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Prima! Ein paar Meter geht das gut. Aber dann? Hilfe! Irgendwas ist anders als vorher. Der Croozer ist direkt hinter mir und ich kann nicht mehr lenken. Zum Glück ist das Fachgeschäft, in dem ich den Croozer gekauft habe, nicht weit.

Hätte ich das Teil bei Amazon bestellt, dann wäre es ultra peinlich, in den Laden rein zu gehen und um Hilfe zu bitten. Aber so muss das zum Service gehören. In Sekundenschnelle nimmt der freundliche Ladenbesitzer die Deichsel und dreht sie andersherum. Ups. Sie war falsch herum dran. „Wenn Sie das einmal selbst gemacht haben, dann klappt das nachher ganz automatisch, Frau Wilde.“ Na ja. Sagen wir mal, wenn ich das zweimal selbstgemacht habe.

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Wieso ich mir gerade den Croozer geholt habe? Ich habe andere Mamas gefragt, welchen Fahrradanhänger sie empfehlen und da kamen zwei Tipps: Croozer und Chariot.

Allerdings ist der Croozer in meiner Umgebung wesentlich verbreiteter und da ich nicht unbedingt einen knappen Tausender hinlegen wollte, habe ich mir für 449 Euro bei Pennekamp in Gescher den Croozer gekauft.

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Ziemlich cool ist es, mit dem Teil joggen zu gehen. Als ich mich dazu überwunden habe, das mal auszuprobieren, musste ich ständig stoppen. Nicht weil das Teil Stress gemacht hat. Ne. Immer wieder Fragen von Spazierenden. Wie das klappt, damit zu joggen. Oder Komplimente für meinen Zwerg darin. Och, das gefällt dem Kleinen aber.

Den Croozer zu schieben ist locker und leicht. Ich habe meinen Buggy nun in die Garage gestellt und durch meine neue Errungenschaft ersetzt. Wenn ich kurze Strecken zurücklegen möchte und in mehrere Geschäfte gehe, dann ist es für mich einfacher mit dem Croozer zu Fuß zu laufen. Ist mein Ziel weiter weg, dann nutze ich den Croozer als Fahrradanhänger. Und na klar – mittlerweile komme sogar ich damit klar. Beim dritten Versuch dachte ich mir: eigentlich alles super easy vom Hersteller durchdacht.

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Wie Leon mit dem Croozer klar kommt? Auch wenn man sein Kind darin anschnallen sollte – bei kleineren und langsamen Spaziergängen lasse ich ihn darin turnen. Das macht ihm einen riesigen Spaß.

Natürlich habe ich ihn dann besonders gut im Auge. Angeschnallt zu sein ist eher weniger sein Ding – beim Fahrradfahren natürlich ein absolutes Muss. Liebe Mama der Helm geht gar nicht. Aber beim Fahrradfahren wichtig. Den Helm versucht der Wonneproppen sich die ganze Zeit wieder abzunehmen.

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Prima finde ich auch die sehr rasche und einfache Möglichkeit, sein Kind vor Regen zu schützen. Beim Buggy habe ich länger dafür gebraucht, den Kinderwagen regensicher zu machen. Ob ich mir den Croozer noch mal holen würde? Ja.

Aber ich würde trotzdem etwas im Nachhinein anders machen. Den Verkäufer fragen, ob ich einmal vor seinen prüfenden Augen selbst probieren darf anstatt einfach zu sagen: „Boa ist das kinderleicht und tschüss.“

Was ich für den Croozer noch brauche? Schöneres Wetter. Einen Mai wie man ihn früher einmal hatte. Ich denke euch geht auch so…

Bye bye und liebe Grüße von Elischeba