„Wie, du hast Angst vor einer Akupunktur gehabt, aber wolltest eine Geburt ohne PDA wählen?“, frage ich eine Freundin erstaunt. Später erfahre ich von meiner Hebamme, dass viele Frauen Angst vor der Nadel haben. Gut, es pickst kurz, aber unangenehm finde ich den Schmerz nur am kleinen Zeh. Und das auch gerade mal ein paar Sekunden.

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Ich entscheide mich für die Geburtsvorbereitende Akupunktur, welche meist in der 36. Schwangerschaftswoche startet. Die Kosten werden in der Regel nicht von den Krankenkassen erstattet – allerdings nehmen die meisten Hebammen von den werdenden Müttern lediglich zehn Euro für 20 Minuten, was ich angesichts der tollen Wirkung äußerst günstig finde.

Mittwoch nachmittags werden nun vier Wochen vor meinem Entbindungstermin auf jeder Seite meines Körpers vier Punkte behandelt: unterhalb des Knies, im Bereich des Innenknöchels des Fußes, an der oberen seitlichen Wade und an der äußeren Seite des kleinen Zehs – letzteres bei der dritten und vierten Behandlung.

Sehr verblüffend finde ich, dass meine Frauenärztin bereits nach der ersten Akupunktur Sitzung bei ihren Untersuchungen feststellt, dass ich akupunktiert wurde. Als ich das später meinem Schatz berichte, fragt er mich erstaunt, wie das denn sein kann – einfach so durch ein paar Nadelstiche einige Tage zuvor.

Gemäß meinen Recherchen kann sich die Geburt von circa zwölf auf sieben Stunden verkürzen, wenn die Mutter in spe ab der 36. Schwangerschaftswoche ein mal wöchentlich akupunktiert wird.

„Elischeba, du wirst heute Abend und in der Nacht dein Söhnchen wahrscheinlich mehr spüren als sonst“, bereitet mich meine Hebamme beim ersten Nadel setzen auf positive Nachwirkungen vor. Außerdem bin ich danach etwas müde – allerdings auf eine angenehme Art. Auch habe ich erfahren, dass die Wehentätigkeit koordiniert und angeregt und die Reifung des Muttermundes verbessert werden kann.

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Ich finde es generell ganz schön, wenn Frau vorher bereits etwas für eine angenehmere Geburt tun kann. Gemäß dem gestrigen Gespräch mit meiner Mutter sollen auch Wünsche helfen.

„Elischeba, hast du dir noch nie Gedanken darüber gemacht, dass ihr alle drei um circa 20 Uhr zur Welt gekommen seid? Mehr als eine viertel Stunde Unterschied gab es da nicht.“ „Doch, jetzt wo du es sagst, Mama, leuchtet mir das ein, das ist ja erstaunlich.“

Dann erzählt mir meine Mutter, dass sie diese Uhrzeit am passendsten fand und sich das so gewünscht hat. Meine beiden Geschwister und ich sind alle zu Hause in Köln auf die Welt gekommen – es waren Traumgeburten, wie die begleitende Hebamme fand.

Wann hätte ich denn gern die Entbindung? An einem Sonntag wäre das doch ganz nett. Dann ist mein Süßer bei mir, der eine sehr ausgleichende und beruhigende Art auf mich hat – er ist meine starke Schulter zum Anlehnen und bleibt auch in Stresssituationen gelassen.

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Ihn hätte ich gern von Anfang an dabei. Samstags Großeinkauf mit meinem Mausi, Sonntag Mittags noch mal reichlich essen, in die Klinik fahren und wenige Stunden später den Leon im Arm halten. Vielleicht ja genau heute in einer Woche? Oder zum Muttertag? Wünschen hat noch nie geschadet und positives Denken auch nicht.

Nun – ich bin weiterhin bereit für eine baldige Entbindung und erledige bis dahin noch ein paar Dinge im Haushalt. Bis zum nächsten Mal und einen schönen Sonntag von

Elischeba