„Darf ich Mitte März 2012 eigentlich noch ein Konzert in Berlin besuchen?“ frage ich die Fachärztin für Geburtsheilkunde Frau Dr. Noldes bei der heutigen Untersuchung in Velen. Ich erkläre ihr, dass ich wegen der lauten Musik ein wenig Bedenken habe.

Allerdings wäre ich am 20. März 2012 sowieso zum Fairtrade Award in der Gegend und würde bei der Gelegenheit gerne mit meinem Schatz am Vortag unseren Hochzeitstag feiern. Pierre hat sich dafür das Musical „Hinter dem Horizont“ am Potsdamer Platz gewünscht. Da ich die tiefgründigen Texte von Udo Lindenberg klasse finde, hätte ich ebenfalls Lust darauf.

MamiFebruary2012

Die freundliche Frauenärztin checkt kurz nach, in welcher Schwangerschaftswoche ich dann bin. „Aha, in der 32. Woche. Wenn Sie da nicht die ganze Zeit stehen, dann müsste das in Ordnung gehen. Gönnen Sie sich den Abend!“ Ich erwidere, dass wir Sitzplätze buchen werden. „Aber bitte nicht zu nah an den Boxen“ gibt sie mir noch als Rat auf den Weg. Außerdem solle ich doch auf der langen Autofahrt nach Berlin häufiger mal Pause machen, mir kurz die Beine vertreten und genug trinken.

leonfebruar2012

Danach wird es wieder richtig spannend. Ein neuer Ultraschall steht auf dem Programm. Ich bin noch nicht mal ganz in der 29. Woche und unser Baby hat bereits das Gewicht eines Kindes der 30. Woche. Es ist nicht nur gut gewachsen und gut genährt, sondern auch kerngesund. Da freut sich das Mutterherz.

„Kürzlich habe ich im Babyforum gelesen, dass einer Patientin von drei verschiedenen Ärzten versichert wurde, dass sie ein Mädchen bekommt und dann war es laut Ultraschallbefund im siebten Monat doch ein Junge„, erzähle ich ihr.

„So eine Geschichte habe ich sogar schon vom Kreißsaal gehört,“ lächelt sie mich an. Dann checkt sie mit mir zusammen noch mal die Bereiche, welche das Geschlecht bestimmen. „Bei Ihnen ist das zu 99,9 Prozent sicher“, berichtet sie mir und die Beweise dafür kann ich sogar als Laie gut mitverfolgen. „Schön, wir haben nämlich schon dementsprechend eingekauft und einen Namen für unseren Zwerg“, erzähle ich ihr.

SchuheKind

Geduld war noch nie meine Stärke – außerdem bin ich wahnsinnig neugierig. Also frage ich Frau Dr. Noldes, ob wir uns auch noch kurz das Gesicht anschauen können. Ich würde doch schon so gern erahnen, wie es aussieht. „Die Nase kriegt es von der Mama“, lächelt sie. Auch stellen wir gemeinsam fest, dass der kleine Leon wohl recht dicke Lippen bekommt. Na, bei den Eltern!

Begeistert stelle ich fest, dass unser Söhnchen anscheinend im Mutterleib zu lachen scheint. Später zeige ich meinem Schatz die Bilder und füge hinzu, dass es so aussieht, als wenn das Würmchen am reden ist. „Dann texten dich bald zwei Leute den ganzen Tag zu“, lache ich quirlig. Na, unser Leon wird wohl ein kleiner Sonnenschein. Wir freuen uns auf ihn!

Elischeba wünscht eine angenehme Woche